Einführung in das Ipv6

Einführung in das Ipv6

Nach der Vergabe der letzten offiziellen Ipv4-Internetadressen, ist das Thema Ipv6 wieder in aller Munde. Mittlerweile wachen auch die letzten Unternehmen auf und begreifen die Tragweite der Umstellung von Ipv4 auf Ipv6. Hierbei geht es letztlich weniger um die Knappheit der Ipv4 Internet-Adressen, sondern darum, auch weiterhin über Ipv6 gegenüber zukünftigen Kunden und Geschäftspartnern erreichbar zu sein, denn in Zukunft wird es sicherlich eine Vielzahl von Privatpersonen und Unternehmen geben, die nur noch über Ipv6 kommunizieren werden.

Datenübertagung mit Ipv6 im Internet

Ipv6 bestimmt, wie viele Internet-Adressen in Zukunft zur Verfügung stehen können. Jedes einzelne Gerät, das im Internet registriert ist, benötigt eine eigene, eindeutige IP-Adresse, damit der Datenaustausch mit anderen Geräten überhaupt erst möglich wird. Hierfür werden die Daten in Form von Paketen übertragen, die neben den eigentlichen Inhalten auch Verwaltungsinformationen enthalten, die immer jeweils am Anfang eines jeden Pakets stehen. Die Verwaltungsinformationen sind auch als sogenannte „Header“ bekannt. Hier steht unter Anderem, woher das Paket kommt und wohin es geschickt werden soll. Für den Web Server ist dies die einzige Möglichkeit zu wissen, wer eine Anfrage stellt und an welche IP-Adresse das Daten-Paket geschickt werden muss.

Ipv6 beseitigt nicht nur die Adressknappheit

Ipv6 beseitigt jedoch nicht nur die Adressknappheit, sondern verbessert auch verschiedene andere Faktoren in Bezug auf das Internet-Protokoll. Da einige der heutigen Anwendungen mit dem Ipv4-Programm lediglich über optionale Teile der Spezifikation oder nur mit Erweiterungen möglich sind, ist diese Verbesserung auch mehr als überfällig.

Stabile Übertragung von Video und Telefonie

Stabile Übertragung Video Telefonie

Damit zum Beispiel das Video-Streaming bei Seiten wie Youtoube sowie der Internet-Telefonie wie beispielsweise bei Skype einwandfrei funktionieren, sind diese Anbieter von einer verlustfreien Übertragung der einzelnen Datenpakete abhänig. Ipv4 behandelt alle ankommenden Pakete gleich und lässt sie entweder passieren oder verwirf sie, wenn es zu einer Überlastung kommt. Diese Eigenschaft führt bei einem Download von Daten nur zu Verzögerungen, die zwar ärgerlich sind, aber zu keinen Datenverlusten führt. Hier kommt es lediglich zu einer längeren Wartezeit. Bei den Multimedia-Anwendungen jedoch wird diese Eigenschaft zu einem Problem, denn es kommt zu ruckelnden Video-Bildern und auch die Sprache kommt nur verzerrt beim Empfänger an. Ipv6 hat für dieses Problem eine Lösung parat, denn hier wird nicht nur die Ziel- und Quelladresse im Header vermerkt, sondern hier kann auch die Priorität eines Datenpakets eingetragen werden. Dieser Vorgang wird mit Hilfe des Flow Labels durchgeführt, wodurch Datenpakete gekennzeichnet werden, die von dem Ipv6 Router bevorzugt behandelt werden sollen. Dieser Vorgang ist auch als Quality of Service (QoS) bekannt, die eine bestimmte Übertragungsqualität für ausgewählte Anwendungen zusichert.

Mehr Sicherheit mit Ipv6

Während beim Start von Ipv4 die Sicherheitsaspekte der Datenübertragung noch keine Rolle spielte, änderte sich das schnell im Laufe der zeit und so mussten Zusatzdienste entwickelt werden, wie beispielsweise

  • Https
  • PGP
  • Telnet-Login via SSH

Bei der Entwicklung von Ipv6 entschloss man sich, die Sicherheit nicht ben den Anwendungsprogrammen zu belassen, sondern auch selbst für Sicherheit zu sorgen, indem in das Protokoll selbst Möglichkeiten zur Authentisierung und Verschlüsselung eingebaut wurden. Diese beiden Sicherheitsaspekte werden durch Erweiterungen im Header der Datenpakete erzielt. So kann Ipv6 mit Hilfe des Authentication-Headers feststellen, ob ein jeweiliges Datenpaket tatsächlich vom erwarteten Absender stammt. Über einen weiteren Header erreicht Ipv6 die Verschlüsselung der eigentlichen Nutzerdaten, was auch unter Encapsulating Security Payload bekannt ist. Außerdem werden bei Ipv6 einige weitere Bereicht wie zum Beispiel die Verbreitung der mobilen Endgeräte und die automatische Konfiguration stärker berücksichtigt, als dies bei Ipv4 der Fall war.

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