Vorsicht, Roaming-Gebühren: Surfen im Ausland geht auch günstig!

Roaming-Gebühren Surfen im Ausland

Urlaub ist schon was Schönes. Endlich mal Gott einen guten Mann sein lassen, die Füße hochlegen und den Bauch in der Sonne braten lassen. Damit es auch bloß nicht langweilig wird und die Freunde zu Hause auch immer sofort Bescheid wissen, welchen Cocktail man gerade schlürft, an welchem Strand man diesmal liegt oder wie traumhaft das Hotel ist, darf natürlich das Smartphone im Urlaub nicht fehlen. Doch Vorsicht: Im Ausland gelten nämlich ganz andere Preise als hierzulande. Die Roaming-Gebühren können dann schon mal ein kleines Vermögen ausmachen.

Wer mit Smartphone, Tablet und Co. ins Ausland verreist, der sollte unbedingt daran denken, dass seine Flatrates, die hierzulande gelten, über die deutsche Grenze hinaus keine Gültigkeit haben. Denn im Ausland funkt das Device nicht über das deutsche, sondern ein ausländisches Mobilfunknetz. Die Kosten hierfür sollte man deshalb immer bereits im Vorfeld abchecken, um nicht zu Hause bei der nächsten Telefonrechnung einen plötzlichen Schwächeanfall zu erleiden.

Roaming-Gebühren in der EU seit 2014 gedeckelt

Was einem früher noch beinahe die Socken ausgezogen hat, ist seit dem 1. Juli 2014 zum Glück kein Thema mehr. Denn innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten gilt seit diesem Stichtag eine neue Roaming-Richtlinie, welche für das Roaming maximale Kosten festlegt. Demnach dürfen Telefonate im EU-Ausland maximal noch 19 Cent pro Minuten kosten und für eingehende Anrufe werden maximal noch 6 Cent pro Minute fällig. Auch SMS dürfen maximal noch 6 Cent kosten, während der Erhalt kostenlos ist. Beim Surfen im Internet durften bislang bis zu 45 Cent pro Megabyte in Rechnung gestellt werden, dies wurde aber nun auf maximal nur noch 20 Cent pro Megabyte gedrosselt. Zu beachten ist aber, dass diese Preise rein netto sind. Es fallen also noch mal 19 Prozent Mehrwertsteuer an.

Unendliche Geschichte? Nein! Bei 59,90 Euro ist Feierabend

Roaming-Gebühren in der EU

Zwar waren die maximalen Einheitspreise schon mal eine enorme finanzielle Erleichterung, doch wirklich sicher war man vor einer extrem hohen Rechnung damit noch lange nicht. Deshalb hat die EU beschlossen, dass eine maximale Roaming-Höchstgrenze eingeführt werden müsse. Diese sieht vor, dass die Verbindung beim Erreichen einer Summer in Höhe von 59,90 automatisch getrennt wird. Danach ist keine Internetverbindung mehr möglich und es können nur noch herkömmliche Telefonate geführt und SMS versendet werden. Noch bevor diese Grenze erreicht wird, wird man aber in der Regel rechtzeitig vom Provider informiert.

Diese Regelung ist zwar weltweit gültig. Allerdings gibt es immer wieder Berichte darüber, dass die Grenze vor allem in exotischen Ländern nicht einwandfrei funktioniert hat. Schuld daran seien offensichtliche Schwierigkeiten bei der Übermittlung der Verbrauchsdaten. Deshalb sollte man sich vor seinem Urlaub am besten immer noch mal bei seinem Provider direkt absichern und für das jeweilige Zielland nachfragen.

Auf Nummer sicher mit Prepaid

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass nicht am Ende doch eine horrende Rechnung zu Hause im Briefkasten liegt, der kann auch ganz einfach im Urlaubsland auf eine Prepaid-SIM-Karte eines örtlichen Anbieters zurückgreifen. Zwar sind damit Telefonate nach Deutschland auch nicht unbedingt günstiger, aber immerhin fallen für mobiles Internet und SMS ortsübliche Preise an. Hier ist aber zu beachten, dass man eine neue Telefonnummer erhält und idealerweise auch seinen Ausweis oder den Reisepass dabeihat, da auch hier eine Registrierung fällig sein kann. Außerdem dürfen Smartphone oder Suftstick in diesem Fall keinen Net- oder SIM-Lock haben, da die fremde SIM-Karte sonst nicht funktionieren wird.

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