Welche Rechte hat der Internetkunde?

Rechte des Internetkunden

Wer seine Verträge kennt, ist eindeutig im Vorteil. Doch gelegentlich ist es auch besser, über die neuesten Gesetze zum Schutze der Verbraucher Bescheid zu wissen.

Umzug

Schon rechtzeitig vorher sollte sich der Kunde beim Anbieter informieren, ob dieser am neuen Wohnort seine Leistung erbringen kann. Eine Fristsetzung ist hierbei notwendig (zirka drei Wochen). Ist der Anbieter am neuen Wohnort nicht vertreten, kann der Nutzer kündigen. Dies gilt auch, wenn der Anbieter eine geringere Mindestgeschwindigkeit liefert, als im bestehenden Vertrag angegeben ist. Manchmal setzten die Anbieter am Umzugstag den Vertrag auf null und ließen ihn erneut mit 24 Monaten starten. Das ist nicht zulässig. Der Vertrag läuft ungehindert in seiner derzeitigen Form weiter.

Warteschleifen

Nicht selten versucht der Kunde sich einen Rat vom Anbieter zu holen. Dieser konnte in der Vergangenheit ziemlich teuer werden. Seit dem Jahre 2012 müssen die Wartezeiten bei den Hotlines sowie die Weitervermittlung kostenfrei sein. Dies gilt allerdings nur für Sonderrufnummern, die zeitlich abgerechnet werden.

Wartezeiten – DSL-Anschluss

Keiner möchte lange auf seinen Internet-Anschluss warten und dennoch kommt es vor. Der Kunde kann seinen Vertrag kündigen, wenn

  • Kein fester Anschluss-Termin genannt wird
  • Techniker kommt nicht, trotz vereinbartem Termin
  • Leitung wird nicht freigeschaltet, trotz festem Termin
  • Tote Leitung – nach drei Wochen Termin-Fristsetzung

Tarifwechsel und dennoch langsames Internet

Tarifwechsel

Wenn der derzeitige Vertrag doch nicht dem eigenen Surfverhalten entspricht und das Internet damit einfach zu langsam ist, wird meist einer neuer Vertrag abgeschlossen – mit einem leistungsfähigerem Internet und auch höheren Gebühren. Kann kein Leistungsschub verzeichnet werden, sollte eine Fristsetzung erfolgen. Geschieht auf dem Rechner danach immer noch nichts, kann außerordentlich gekündigt werden. Allerdings sollte man hier einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen, da es in diesem Fall noch keine aussagekräftige Rechtsprechung gibt.

Call-Center Verträge

Wer von einem Call-Center großartige Versprechungen und anschließend eine Auftragsbestätigung erhält, braucht diese nicht zu akzeptieren. Jedoch sollte vorsichtshalber widersprochen werden, obwohl kein Vertrag zustande kam.

Laufzeiten der Verträge

Beim Abschluss neuer Verträge darf die Mindestlaufzeit nicht länger als 24 Monate sein. Zudem muss der Anbieter dem Kunden alternative Verträge anbieten, zum Beispiel Verträge über 12 Monate oder einen kurzfristigen Vertrag über einen Monat.

Das Recht auf einen Anschluss

Wer einen DSL-Vertrag abschließt, möchte auch einen Zugriff auf das Internet haben. Dies muss der Anbieter gewährleisten. Wenn dies aus technischen oder anderen Gründen nicht geschieht, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten.

Korrekte Rechnung

Jeder Nutzer hat das Recht auf eine korrekt ausgestellte Rechnung. Sind darauf Leistungen ersichtlich, die der Kunde nicht in Anspruch genommen hat, muss der Anbieter die Rechnung berichtigen. Eine fehlerhafte Rechnung weist zum Beispiel, einen falsch abgerechneten Vertrag auf oder Positionen, die nicht in Anspruch genommen wurden.

Keine Preiserhöhung

Ein Vertrag wurde geschlossen – der Anbieter garantiert den Zugang zum Internet und erhält im Gegenzug dafür einen vereinbarten Betrag. Dieser Betrag ist gültig für die gesamte Laufzeit des Vertrages. Eine Preiserhöhung innerhalb dieses Zeitraumes ist nicht zulässig und berechtigt den Kunden zu einer außerordentlichen Kündigung.

Recht auf einwandfreie Hardware

Jeder Nutzer braucht eine Hardware (Modem oder Router), um ins Internet zu gelangen. Der Anbieter muss die defekte Hardware reparieren oder einen gleichwertigen Ersatz schicken. Weigert sich der Anbieter eine funktionierende Hardware bereitzustellen, auch nicht nach einer geeigneten Frist, kann ebenfalls der Vertrag gekündigt werden.

Kündigungen eines DSL-Vertrages sollten immer schriftlich erfolgen und zwar als Einschreiben mit Rückschein. Dies gilt auch, wenn der Nutzer die Kündigung bereits online oder per Fax ausgesprochen hat.

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